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Wie wir verhindern, dass die Zecke auf den Hund kommt

 

© ownza AdobeStock 277648371
Nicht nur bezogen auf „des Menschen besten Freund“, sondern auf alle unsere gefährdeten, vorwiegend vierbeinigen Haustiere, wünschen wir uns eher, dass die gemeine Zecke vor die Hunde geht, als selbige zu befallen.
Hierfür bieten sich verschiedene Methoden an. Einfach, aber wirkungsvoll ist es, nach jedem Aufenthalt draußen Mensch und Tier einer Inspektion zu unterziehen, damit die kleinen Vampire entfernt werden können, bevor sie Blut geleckt/gesaugt haben. Andernfalls leisten eine Pinzette, eine Zeckenkarte oder -zange gute Dienste, um die Übeltäter sicher zu entfernen. Schließlich findet die Übertragung gefährlicher Krankheitserreger meist verzögert statt – je eher also der Übeltäter entfernt wird, umso größer die Chance, dass eine Infektion (noch) nicht stattgefunden hat.
Gerade zum Schutz für unsere Fellnasen bieten auch Kontaktantiparasitika eine gute Möglichkeit. Diese Mittel sind ungefährlich für unsere Haustiere, aber wirken zusätzlich einem Darmparasitenbefall entgegen, da sie in den Blutkreislauf des zu schützenden Tieres übergehen. Die Nutzung von Kontaktantiparasitika verhindert nicht die Zecken-Attacke, spätestens beim Saugen macht sie aber den Spinnen-Tierchen den Garaus, sodass sich das Risiko der Erregerübertragung deutlich dezimiert.
Zu beachten ist, dass Produkte, die den Wirkstoff Permethrin enthalten, keinesfalls bei Katzen verwendet werden dürfen, da dieser Wirkstoff für die Stubentiger giftig ist. Für Hunde dagegen ist die Anwendung von Permethrin-Präparaten unbedenklich. Im Zweifelsfall lassen Sie sich vor dem Kauf beraten.
Spot-on-Präparate zählen zu den Kontaktantiparasitika. Diese werden verwendet, indem man sie auf die Haut im Nackenbereich der Tiere aufbringt, damit sie die Mittel nicht selber ablecken können. Mehrere Wochen kann die Schutzwirkung eines solchen Spot-on-Präparates andauern.
Interessant ist, dass Hunde (im Gegensatz zu uns Menschen) gegen Borreliose geimpft werden und dadurch Antikörper bilden können. Von der Ständigen Impfkommision für Tiere wird die Borreliose-Impfung vor allem für Hunde empfohlen, die einem erhöhten Infektionsrisiko bei einem Aufenthalt in Regionen mit erhöhtem Zeckenbefall ausgesetzt sind. Hierzulande sind verschiedene Impfstoffe gegen Borreliose erhältlich. Gefahrenpotenzial haben vor allem drei Bororrelia-Arten, vor denen die Impfung einen 90-prozentigen Schutz bietet. Die Erstimpfung kann bereits ab einem Alter von 3 Monaten erfolgen, eine weitere ist nach drei bis fünf Wochen notwendig, um die Grundimmunisierung zu vervollständigen.
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